Hier vorne weg wieder eine Google-Maps-Karte, sie zeigt meine Übernachtungsplätze und evtl. interessante Orte.
20.01.2026
Nachdem mich ein grippaler Infekt quasi seit Weihnachten im Griff hatte, habe ich für Alles etwas länger gebraucht und so ganz fit fühle ich mich immer noch nicht, aber heute ging es nun endlich
los. Es soll eine gemütliche Reise nach und durch Spanien werden.
Heute morgen bin ich mit -6° und Sonne gestartet und stehe nun am Rhein auf franz. Seite auf einem Stellplatz der Kette Camping-Car-Park, gegenüber von Breisach.
Heizung läuft. Hier ist es 1° und neblig. Wie immer am ersten Abend muss erst mal wieder so alles seinen Platz finden hier in meinem rollenden Häuschen.
21.01.2026
Im Rheintal war heute früh Nebelsuppe und 0°, aber nach kurzer Fahrt schon klarte es auf und ich hatte einen angenehmen Sonne-Wolken-Mix, und - wie eigentlich immer auf der franz. Autobahn - eine angenehme Fahrt.
Mein Etappenziel heute ist abermals ein Stellplatz der Kette Camping-Car-Park, ein ehemaliger Campingplatz direkt an der Saone, kurz vor Lyon, in Villefranche-sur-Saone. Angenehme 12° haben wir hier heute nachmittag, nur ein leichter Wind ist noch recht frisch, aber ok, es ist ja Januar.
Hier stehen einige Wohnmobile, ein idealer Etappenplatz, da nicht weit von der Autobahn entfernt. An der Saone kann man schön spazieren gehen.
Karlchen hat jetzt übrigens einen Platz an der Beifahrersitzlehne, damit er als Co-Pilot jetzt auch alles beobachten kann.
22.01.2026
Wie geplant und gehofft: ich habe das Meer erreicht!
Und seit meiner Ankunft hat - wie von der WetterApp angekündigt - der Regen aufgehört und die Sonne scheint durch die Wolken.
Ja, während der ganzen Fahrt heute hat es mehr oder weniger geregnet. Und es waren jede Menge LKWs unterwegs, aber dank der Geschwindigkeitsbegrenzungen läuft es ja trotzdem relativ entspannt.
Ich stehe auf dem StPl der Camping-Car-Park-Kette bei Portiragnes Plage. Man steht zwar nicht direkt am Meer, kann aber in rd. 5 min zu Fuß ans Meer gehen.
Hier in der Gegend war ja die letzten Tage Unwetter, d.h. Sturm und Starkregen und das sieht man noch: große Pfützen überall und viel Treibholz am Strand. Auch heute ist das Meer noch recht aufgewühlt. Leider soll es morgen mit dem schlechten Wetter weiter gehen.
Nur von heute Nachmittag bis morgen Vormittag soll es diese Wetter-Pause geben. Manchmal hab ich auch Glück, wie es scheint.
Der StPl ist quasi leer, wir sind aktuell 4 Fahrzeuge hier. Schau'n wir mal wohin mich das Wetter morgen hin treibt bzw. wie weit ich komme. Habe noch keinen konkreten Plan.
23.01.26:
Heute früh Sonne mit frischem Wind, aber alles kein Problem. So bin ich - wie immer - zeitig gestartet und, jawohl, nun bin ich in Spanien und stehe auf dem Parkplatz von Peratallada. Wer kennt den Ort? Wikipedia weiß Rat.
Ein kleiner schnuckeliger Ort mit engen Gassen, alten Steinhäusern, kleinen Lokalen... Einfach ganz nett.
Wäre heute Nebel und Regen gewesen, hätte ich wohl urige Bilder von einem geheimen Piratennest liefern können. So aber, mit viel Sonne den ganzen Tag (entgegen der Prognose), gibt es halt
"normale" Fotos.
Und da man hier kostenlos auf dem Parkplatz übernachten darf, bleibe ich für diese Nacht auch hier. Momentan sind wir 4 Wohnmobile hier. Ob die auch über Nacht bleiben, weiß ich (noch)
nicht.
Übrigens, auch hier in der Gegend (Großraum Girona) sieht man die Spuren der Unwetter noch. Und so bin ich sehr froh heute einen tollen sonnigen Tag mit ganz mäßigem Wind geschenkt bekommen zu
haben.
Morgen gibt es dann eine größere Etappe um Barcelona und Tarragona herum und dann - vielleicht 2 Tage Pause, mal sehen.
24.01.26
So gut es bis heute morgen gelaufen war, so besch.... war der Tag heute, inkl. einer kleinen Beule am Heck von Blue Bird, jetzt eben noch reingefahren auf dem Campingplatz. Alles weitere morgen
früh.
Bin immerhin gut gelandet auf dem Campingplatz in Benicassim, wo ich schon 2 oder 3 Mal gewesen bin. Ich bleibe morgen hier, brauche dringend eine Pause.
25.01.26
Guten Morgen!
So, dann will ich heute berichten, wie die Fahrt gestern verlaufen ist.
Schon auf den ersten Autobahnmetern hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet, aber man konnte trotzdem brauchbar fahren, nur halt langsamer.
Vor Barcelona hörte der Regen auf, was immerhin gut war. Rund um Barcelona ist immer viel Verkehr, es geht hin und her auf verschiedene Abzweige, das kennt man.
Unerwartet aber: die Autobahn Richtung Tarragona ist gesperrt und man wird einfach abgeleitet auf die Autobahn Richtung Lleida. Ich erwartete dann irgendwann ein Schild "Umleitung Tarragona", aber nichts kam. Mein Navi ist in dieser Situation ja stur oder hilflos und man merkt schmerzlich, wie sehr ein richtiger Beifahrer dann fehlt, der mal schnell bei Google gucken kann, da man sich selbst ja eigentlich voll auf den Verkehr konzentrieren muss. Also rechts raus, durchschnaufen, neu überlegen. Ich dachte dann selbst einen Weg gefunden zu haben und mein Navi quasi überlisten zu können, aber als ich dann plötzlich auf dem Weg zurück nach Barcelona war, wusste ich, der Versuch ist gescheitert. Wieder rechts raus, Handy zur Hand genommen, Google Maps wusste einen Weg und schließlich ging es dann also auch in der richtigen Richtung weiter. Aber dieses Hin und Her hat mich rd. 2 Std. "gekostet".
Ein kurzes Stück lief alles normal bis hinter Tarragona. Dann setzte wieder starker Regen ein und auch noch ein böiger Wind und der wurde von Minute zu Minute immer schlimmer.
Irgendwann ging das nicht mehr - ich fuhr auf einen Tankstellenrastplatz und parkte zwischen zwei LKW, die den Sturm abhalten konnten. Trotzdem wurde Blue Bird immer wieder heftig von Böen
durchgeschüttelt.
Lt. WetterApp sollte dieser Spuk erst 2 Std später abflauen. So war's dann auch und den Rest der Strecke konnte ich dann ohne weitere Beeinträchtigung zurücklegen.
Auf dem Campingplatz hatten sie auch noch ein Plätzchen für mich frei, allerdings in einer Ecke, in die man am Besten gleich vom Weg aus rückwärts einfährt. Ich dachte, das geht auch vorwärts, wenn ich mit der Schnauze kurz auf die Parzelle gegenüber fahre - ging es nicht. Einiges hin und her, der Mann von dieser Parzelle kam heraus und schimpfte, weil ich seinen Teppich "überfahren" hatte (und lenkte mich so etwas ab), ich setzte zurück, aber dort ragte auf halber Höhe der Fahrradträger eines anderen WoMos heraus und Blue Bird bekam die Beule. Ja, am Fahrradträger war nichts (Gott-Sei-Dank). Dann kamen mir 2 Männer zu Hilfe und wiesen mich ein, ich setze zurück und fuhr dann letztlich rückwärts auf meine Parzelle. Ist halt alles sehr eng hier auf diesen Plätzen. Gestern abend war ich erst mal froh, einen sicheren Platz zu haben.
Und für morgen muss ich nun noch genauer schauen, insbesondere bzgl. Wetter, denn eigentlich meinte ich hier an der Küste einen Streifen stabiles Wetter gesehen zu haben, aber wer weiß - die Athmosphäre ist inzwischen so in Bewegung und unberechenbar.....
Hier 2 Fotos von Blue Bird's Schaden:
Nachtrag am Nachmittag:
ich hatte meine weitere Route versucht zu planen und dabei natürlich die WetterApp gecheckt. Aber es ist mir momentan zu kompliziert. Es reicht ja nicht zu wissen wie das Wetter am nächsten Tag in Ort A ist, man muss ja auch schauen wie es weitergehen soll und ob man am übernächsten Tag zu Ort B oder C fahren kann ohne Unwetter zu haben, sei es viel Regen oder böiger Wind (rote Fähnchen).
Deshalb habe ich um 2 weitere Nächte hier verlängert und hoffe, dass die Prognose auch irgendwann wieder besser wird. Heute zumindest schien über Tag die Sonne.
26.01.26
Kurzes Update:
länger geschlafen, bei Lidl was eingekauft (ist nicht weit weg vom Campingplatz), mal kurz draußen (!) in der Sonne (!) gesessen. Bisschen aufgeräumt im WoMo, bisschen gebastelt.....
Schon ist der Tag wieder zu Ende.
Ich beobachte weiter das Wetter. Punktuell gibt es immer wieder Orte, wo es gut ist, wie hier ja auch, aber das hilft mir nicht. Insgesamt wird diese Situation (Stand heute nachmittag) bis Sonntag anhalten. Kann also durchaus sein, dass ich hier ein weiteres Mal verlängere, habe mich aber noch nicht entschieden.
27.01.26
Das zeigen die Wetterinformationen heute vormittag:
Nach wie vor ist es hier in Benicassim ruhig, mal tröpfelt es, mal windet es etwas, mal scheint die Sonne. Morgen und übermorgen soll es hier auch regnen.
Ich habe vorhin bis Sonntag verlängert.
29.01.26
Die für gestern angekündigten 80 km/h-Windböen kamen nicht, zumindest nicht hier auf dem Platz. Gott-sei-Dank. Allerdings regnete es immer mal wieder, auch länger. Für andere Orte waren Windböen bis 100 km/h angekündigt. Da bin ich doch froh hier zu sein.
Heute morgen habe ich dann mal einen Spaziergang zur Uferpromenade gemacht. Zwischen den dunkleren Wolken versuchte es immer auch die Sonne sich zu zeigen, nur mäßig erfolgreich. Heute nachmittag soll es regnen.
Sonst gibt es nichts zu berichten.
30.01.26
Es tut mir leid, dass ich euch nichts Besseres bieten kann:
auch heute habe ich einen Spaziergang von rd. 3 km gemacht, heute hatten wir richtig Sonne und 18° im Schatten. Man kann sich gewöhnen an dieses "Nichts-Tun-Leben".
Rings herum sah es nicht so gut aus. Seht hier.
Und die weitere Prognose ist immer noch nicht gut, weshalb ich überlege hier noch eine Woche dranzuhängen. Das entscheide ich morgen.
31.01.26
Ich habe gleich heute früh bis nächsten Samstag verlängert.
Heute Nacht gab es auch hier ein paar Windböen. Einem Nachbarn hat es seinen Tisch gegen sein Auto geworfen. Und insgesamt weht es heute vormittag mehr und frischer, aber die Sonne scheint, der Himmel ist blau..., für mich ist hier alles ok, momentan.
01.02.26
Heute Vollmond, morgen Imbolc oder Lichtmess... Das Licht kehrt zurück, zumindest ganz langsam.
Hier heute Abend ein lieber Gruß an Euch mit einem ganz aktuellen Vollmond-Foto.
03.02.26
Es gibt keine Neuigkeiten. Alltag in Benicassim. Heute früh habe ich mal was gewaschen und zum Einkaufen bin ich gegangen. Es ist gräulich, kalt, aber trocken.
17:00 Uhr: und es gibt doch Neuigkeiten!
Soeben gelesen: Spanien bereitet sich auf eine Jahrhundertflut in Andalusien vor.
Ich hatte ja schon gesehen, dass meine Wunschziele jetzt erst noch mal viel Regen abbekommen würden, aber dass es wohl schlimmer kommen könnte, hätte ich nicht gedacht. Ich dachte - so zumindest die zeitweise angezeigte Prognose der WetterApp - dass sich ab dem Wochenende alles etwas entspannt, aber nun wohl doch noch nicht. Wann endlich?
Und - ehrlich gesagt - in mir reifen 2 Gedanken:
- vielleicht verlängere ich noch einmal, bis ???, denn weiterhin scheint Benicassim ein sicherer Ort zu sein, und bisher kann ich mich hier nicht über das Wetter beklagen,
- wenn dann immer noch keine stabile Wetterlage in Sicht ist, dann kehre ich um. Irgendwo wird es schon ein schönes Fleckchen Erde in Nordspanien oder Frankreich geben, wo es weder windet noch
regnet ?!
Eis und Schnee in Deutschland ist halt leider auch keine Alternative.
Schau'n wir halt mal - ich werde weiter berichten.
05.02.26
Die Nachrichten aus Andalusien sind schlimm. Allerdings, die Behörden hatten vorgesorgt und schon im Vorfeld über 4000 Haushalte evakuiert. Ganz schlimm muss es u.a. auch Grazalema erwischt haben, ein hübsches Dorf auf der "Route der weißen Dörfer", das ich 2020 zusammen mit Safar besucht hatte, damals noch mit dem Bulli.
Hier hat es am Vormittag ein wenig geregnet. Ich bin mal über den Platz gegangen und habe ein paar Fotos gemacht, damit ihr mal einen Eindruck bekommt.
Die Bilder in der Reihenfolge:
Blue Bird hinten im Eck,
die Straße "D4", von der die kleinere Stichstraße zu meiner Parzelle abgeht und die direkt zum nächsten Waschhaus führt,
eins der zahlreichen Waschhäuser,
eine andere Straße mit Blick auf die im Bau befindlichen Apartementhäuser (heute hört man auch den Baulärm, vermutlich je nach Windrichtung),
das Restaurant am früheren Eingang.
Ich habe nochmal, bis Dienstag, verlängert.
06.02.26
Erst ab 2 Uhr in der vergangenen Nacht war das Gewackel des Autos durch etliche Windböen genügend abgeflaut um einschlafen zu können.
Immerhin, am kommenden Montag soll es hier am Mittelmeer bis nach Frankreich hinüber nur relativ wenig Wind geben und so will ich diese Chance nutzen hier weg zu kommen und nach Hause zu fahren.
Im Rhonetal in Frankreich wird es dann möglicherweise viel regnen, auch nicht schön, aber vielleicht habe ich ja auch wieder mal ein bisschen Glück? So oder so ist es der schnellste Weg
zurück.
Nirgendwo habe ich eine stabile regen- und windfreie Region gefunden, zu der ich noch umschwenken könnte. Das gilt auch für die Route nach Hause: alle schönen Wege (und davon hat Frankreich ja
einige) bekommen nun viel Regen ab, da scheint es mir eher vernünftig die schnellste Route zu wählen.
09.02.26
7:30: heute trete ich die Heimreise an.
Vorsorglich habe ich auf Google Maps geschaut, aber es scheint heute keine Sperrung durch Barcelona zu geben. Das Wetter ist ruhig und so hoffe ich heute ein gutes Stück voran zu kommen.
Gestern war ein Traumtag ohne Wind mit viel Sonne, ein gelungener Abschiedstag.
17:30:
Es war wirklich ein guter Tag zum Fahren, mit Sonne und ohne Wind.
Da fällt es schon verdammt schwer nach Hause zu fahren und Spanien zu verlassen, aber das andere Wetter wird mich ja vermutlich morgen wieder einholen.
Wie es der Zufall so will, bin ich heute leider doch nicht weiter gekommen, als bis Portiragnes Plage, dem Camping-Car-Park-Stellplatz (jetzt in blauer Farbe auf der Karte oben).
Ich hatte hier auch noch etwas zu erledigen, ein paar Fotos, die auf der Hinfahrt leider unscharf waren. Ich hoffe, dieses Mal sind sie besser gelungen (muss ich noch prüfen).
Und so zum Abschluss noch mal ein wenig Sonne, Strand, Meer..., dann fahre ich halt morgen länger.
Hier nun die Fotos, es war möglicherweise ein anderer Baumstamm, den ich auf dem Hinweg fotografiert hatte, aber interessant sind alle diese Muster.
10.02.26
Geschafft. Ja, man kann das machen, in einem Rutsch durch vom Mittelmeer bis an den Rhein - gegenüber Breisach. Ich stehe wieder auf dem Stellplatz der Camping-Car-Kette und hoffe hier durch eine Böschung auf Windschutz, falls nötig.
Die Fahrt lief gut ohne nennenswerten Regen oder starken Wind.
Heute früh gab die Sonne alles und drückte sich bei meiner Abfahrt um 8 Uhr durch die dunklen Wolken, tolle Lichtstimmung, und es gab sogar einen Regenbogen zum Start dieser langen Etappe. Da konnte ja eigentlich nichts mehr schief gehen. So war's dann auch.
Und kurz vor Schluss der heutigen Etappe, als ich die Autobahn verlassen hatte, da war es eigentlich genau gleich: rings herum dunkle, bedrohliche Wolken, trotzdem Sonnenschein und ein kräftiger
Regenbogen.
Da kann ich ja nur ehrfürchtig DANKE sagen, oder?
Für morgen ist den ganzen Tag Wind und Regen angesagt, vielleicht wird das auch - wie heute - nicht so schlimm, wie angesagt.
11.02.26
Ich hatte wunderbaren Windschutz in der Nacht, so dass meine Nacht ruhig war.
Auch heute war das Wetter insgesamt gnädig mit mir, nur auf der Autobahn von Ulm nach Augsburg gab es ein paar Windböen, vorher auf der Landstraße war alles ok, auch der Regen hielt sich in Grenzen.
Auf Höhe Ulm gab es erneut einen wunderschönen Regenbogen.
Jetzt bin ich wieder zu Hause.
Fazit: Kurzer Mittelmeer-Trip, viele Spesen, sonst nix gewesen.
Aber so ist das halt manchmal.
Tschüss, bis zum nächsten Mal.
12.02.26
Nachtrag:
Gut, dass ich mich auf dem Heimweg beeilt habe.
Diese Wetterprognose für heute, Donnerstag, (von gestern) habe ich entdeckt:
Sturm über Frankreich. Aber ich bin ja gut durch.